Caipora

Ein Stück für sinfonisches Blasorchester, das ein Tag mit Caipora beschreibt.
Probeaufnahme von dem KVO Stuttgart Filder. 
Bild: Stuart Marcelo

In dem programmatischen Werk von der britischen Komponistin Sophie Pope geht es um Caipora; ein Charakter der brasilianischen Folklore. Er wird oft als ein kleiner, freche Indianer mit einer buschigen Mähne, der im Dschungel Amazonas lebt, dargestellt. Seine Hauptaufgabe ist den Dschungel von unfairen Jägern und Raubtieren zu schützen. Der Anfang des Stückes beschreibt den Dschungel mit der Vielfalt an Tieren und Geräuschen und das „Caipora-Thema“ wird vorgestellt. Von der Ferne kommen die Jäger mit einem Jagdhornmotiv, das mit Echospiele und räumliche Verteilung in den Instrumenten die Größe des Amazonas darstellen soll. Der Dschungel wird unruhig. Die Jäger finden ihre Beute, zielen und schießen—Caipora muss eingreifen. Schreie erfüllen den Dschungel, die Tiere trippeln herum, um die Jäger zu verwirren und Caipora versucht seinen am meisten angsterregenden Trick: die toten Tiere auferstehen zu lassen. Jetzt wird der Dschungel gruselig und dunkel, die Jäger wissen nicht wohin und hauen in allen Richtungen ab. Als die Ruhe wieder einkehrt, spielt ein melancholisches, nachdenkliches Lied; die noch am lebenden Tiere trauern den Angriff und dass Caiporas Einsatz immer wieder nötig ist. Caipora ist zuversichtlich, dass die Jäger fort sind, die Tiere trauen sich ihre Geräusche wieder wie gewohnt zu machen und eine feierliche Stimmung herrscht im Dschungel.  

 

A piece for concert band describing a day in the life of Caipora.
Rehearsal recording with the KVO Stuttgart Filder.
Art: Stuart Marcelo

 In this programmatic work by the British composer Sophie Pope a day in the life of Caipora, a character of Brasilian folklore, is described. He is often depicted as a small, cheeky Indian with a bushy mane who lives in the Amazon jungle. His role is to protect the jungle from unfair hunters and predators. The beginning of this piece describes the jungle with its variety of sounds and animals and the „Caipora-theme“ is introduced. The hunters approach from afar with a hunting horn motif, which, through the use of echoes and spatial distribution in the instruments, portrays the great size of the jungle. The jungle starts to become nervous. The hunters find their prey, take aim and shoot—it is time for Caipora to take action. Screams fill the jungle, the animals scurry around to confuse the hunters and Caipora tries his scariest trick: resurrecting the dead animals. The jungle becomes sinister and dark, the hunters lose all orientation and scatter in every direction. As things start to quieten down we hear a reflective, melancholic tune; the animals who survived mourn the attack and the fact that Caipora's action is needed time and time again. Caipora is sure the hunters are gone, the animals dare to make their usual noises again and a celebratory atmosphere prevails in the jungle.